Arthroskopische Ellenbogenchirurgie

Viele Erkrankungen des Ellenbogengelenks lassen sich in minimal-invasiver, arthroskopischer Technik durchführen. Dabei werden über verschiedene Portale sowohl der vordere wie auch der hintere Gelenkabschnitt inspiziert und Pathologien behandelt.  

Hierzu zählen:

1.    Entfernung freier Gelenkkörper

Als Folge von Unfällen oder bei arthrotischen Gelenkveränderungen kann es zur Ausbildung von freien Gelenkkörpern kommen. Diese können zu Gelenkblockaden, Schmerzen oder auch einem Reibegeräusch führen, so dass die Entfernung der Gelenkkörper erforderlich wird. Dieser Eingriff kann in den meisten Fällen arthroskopisch erfolgen. Bereits am ersten Tag nach der Operation kann mit Physiotherapie begonnen werden so dass die Rekonvaleszenz nach derartigen Eingriffen kurz ist.


2.    Umschriebene Knorpelschäden

Bei kleinen umschriebenen Knorpelschäden kann durch eine arthroskopisch durchgeführte Mikrofrakturierung eine Knorpelinduktion erreicht werden, d.h. durch kleine Löcher, die in den subchondralen Knochen gesetzt werden, kommt es zur Ausbildung eines „Ersatzknorpels“. Bei akuten Abscherverletzungen kann im Rahmen einer offenen Operation auch eine Refixierung des Fragmentes durchgeführt werden, um so eine normale Gelenkfunktion zu gewährleisten.


3.    Plica radialis Syndrom

Bei der Plica humeroradialis handelt es sich um eine verdicktes Weichteilgewebe, was sich zwischen dem körperfernen Oberarmknochen und dem Speichenköpfchen befindet. Wenn die konservative Therapie bestehend aus einer temporären Ruhigstellung und Medikamentengabe keine Besserung bringt, kann mit einer Arthroskopie das entzündlich veränderte Gewebe entfernt werden. Die Rehabilitationszeit ist kurz und in der Regel sind die meisten Patienten nach 3 Wochen weitgehend beschwerdefrei und wieder zurück in ihrem Beruf.


4.    Bewegungseinschränkung des Ellenbogens

Ursachen für die Bewegungseinschränkung am Ellenbogen sind in der Regel posttraumatisch oder als Folge einer Arthrose zu sehen. Dabei wird eine Einschränkung der Ellenbogenstreckung meist besser toleriert als eine limitierte Beugefähigkeit, da diese beim Essen oder bei der Körperhygiene behindern kann. Die primäre Therapie besteht aus intensiver Physiotherapie ggfs. in Kombination mit speziellen Schienen. Bei ausbleibender Besserung kann die Beweglichkeit mittels arthroskopischem oder offenem Eingriff die Beweglichkeit verbessert werden. Unmittelbar nach einer Arthrolyse ist eine intensive physiotherapeutische Beübung erforderlich, um das operative Ergebnis sichern zu können.    

Die Arthroskopie kann zudem dazu dienen, Instabilitäten des Ellenbogens zu detektieren.

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