Operative Therapie eines Knorpelschadenss am Knie in der Sportklinik Ravensburg
Wiederaufbau und Wiederherstellung von Knorpelgewebe ist möglich

Beweglichkeit wiederherstellen, Lebensqualität zurückbekommen. Unsere Kniespezialisten helfen Ihnen zügig weiter.

Operative Therapie

In der Sportklinik Ravensburg werden zur Behandlung unterschiedlicher Typen von Knorpelschäden am Kniegelenk auch unterschiedliche operative Verfahren angewendet. So kann sichergestellt werden, dass unsere Patienten individuell und auf die bestmögliche Art und Weise auf höchstem Niveau medizinisch versorgt werden. 

Operative Maßnahmen zur Knorpelreparation machen nur Sinn bzw. sind erfolgsversprechend, wenn die an den Defekt angrenzenden Knorpel und Knochen nahezu unbeschadet sind, nicht mehr als zwei Knorpeldefekte in dem selben Gelenk bestehen und die dem Defekt gegenüberliegende Knorpelfläche intakt ist (keine „Kissing Leason"). Insbesondere sollte noch keine wesentliche Arthrose-Erkrankung bestehen. Symptomatische Knorpelschäden Grad drei bis vier sollten daher möglichst relativ frühzeitig operativ behandelt werden.

Knorpelglättung

Bei der Knorpelglättung, dem sogenannten "Shaving", werden im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffs freie oder sich in Ablösung befindliche Knorpelanteile abgetragen bzw. aus dem Gelenk entfernt. Ziel des Verfahrens ist es, die Knorpeloberfläche abzurunden und so entzündliche Prozesse im Gelenk zu reduzieren. Diese Form der operativen Knorpeltherapie wird in der Sportklinik Ravensburg sehr zurückhaltend durchgeführt, denn unsere oberste Maxime ist der Erhalt des Gelenks. Durch die Knorpelglättung kann die Symptomatik bestimmter Formen von Knorpelschäden gelindert werden, eine Knorpelreparation wird hierdurch jedoch nicht erreicht.

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Knorpelaufbau

Microfacturing, Anbohrung
Microfacturing Anborhung Kniegelenk

Microfracturierung, Anbohrung

Den Knorpelwiederaufbau stimulierende Verfahren (Microfracturierung, Anbohrung) dienen der Wiederherstellung und Reparatur des Knorpelgewebes am Kniegelenk. Dazu wird zuerst das geschädigte Knorpelgewebe entfernt und dann die Knochenplatte am Defektgrund mit Spezialinstrumenten mehrfach perforiert. Aus diesen Löchern blutet es in den Knorpeldefekt und es entsteht ein sog. "Super-Clot", also ein therapeutisch erwünschtes Blutgerinsel mit Knochenmarkstammzellen, aus dem im weiteren Verlauf fibröses Knorpelersatzgewebe entstehen kann.

Diese Form der Knorpelreparation funktioniert vor allem bei kleinen Defekten (< 2 cm²).

Video: Microfracturierung | Anbohrung mit Einblutung
Operationsvideo der Sportklinik Ravensburg
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Chondroplastik / AMIC

Abbildung 1: Chrondroplastik
Knorpelschaden - Chrondroplastik
Abbildung 2: Kollagenmembran Chondro-Gide von Geistlich
Knorpelschaden - Kollagenmembram

Bei größeren Knorpeldefekten bietet es sich an, den Defekt nach durchgeführter Microfracturierung mit einer Kollagenmembran (z.B. Geistlich Chondro-Gide, siehe Abb. re.) abzudecken, um so ein Abfließen des stammzellenreichen "Super-Clots" zu verhindern. Hierzu ist zumeist eine kleine Eröffnung des Gelenkes ausreichend (Mini-Arthronomie). So kann auch bei größeren Knorpeldefekten (bis zu 4 cm²) eine Direktauffüllung mit fibrösem Knorpelersatzgewebe durchgeführt werden.

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Knorpeltransplantation

Knorpelknochentransplantation (OATS/Mosaikplastik)

Bei diesem Verfahren wird ein Knorpelknochenzylinder aus einem nicht belasteten Gelenkbereich entnommen und in den Knorpeldefekt implantiert. Die Knorpelknochenzylinder haben einen Durchmesser von 6 bis 10 mm und werden passgenau (Press-Fit-Technik) in den Defekt eingebracht, eine zusätzliche Fixation  z. B. mit Schrauben ist nicht erforderlich. Diese Methode ist sehr gut geeignet bei Knorpeldefekten mit zusätzlicher Defektschädigung des darunterliegenden Knochens (z.B: Osteonekrose / Osteochondrosis dissecans). Die Methode ist jedoch limitiert auf Defektgrößen von 2 bis 3 cm², da ansonsten der Entnahmedefekt zu groß wird und dort Beschwerden entstehen können. Die Defektauffüllung erfolgt hierbei mit hyalinem Knorpel.

Knorpelzelltransplantation (ACT/MACI)

Knorpeltransplantation
Knorpelschaden - Knorpeltransplantation

Hierbei handelt es sich um ein zweizeitiges Operationsverfahren:

  • Im Rahmen der Erstoperation wird ein gesunder Knorpel aus dem betroffenen Gelenk arthroskopisch entnommen. Im Labor wird der Knorpel aufbereitet und daraus weiteres Knorpelgewebe gezüchtet und vermehrt.
  • Dieses gezüchtete Knorpelgewebe wird dann in der Zweitoperation in die Defektzone implantiert. Die gezüchteten Knorpelzellen werden über spezielles Trägermaterial eingebracht und mitsamt dem Trägermaterial in den Knorpeldefekt implantiert (MACI).

Das entstehende Knorpelregenerat hat im Idealfall eine dem Gelenkknorpel ähnliche Konsistenz („hyaliner Knorpel“). Mit diesen Methoden können auch größere Knorpeldefekte repariert werden (2 bis 10 cm²). Zumeist erfordert diese Methode auch eine Gelenkeröffnung (Arthrotomie).

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Nach der OP

Sämtliche operative Knorpelreparationsverfahren bedürfen einer längeren postoperativen Entlastungsphase (sechs Wochen) und eine intensive physiotherapeutische Nachbehandlung, insbesondere mit Wiederherstellung der Gelenkbeweglichkeit. Es besteht zumeist ein Sportverbot für mindestens sechs Monaten.

Operative Maßnahmen zur Knorpelreparation machen nur Sinn bzw. sind erfolgsversprechend, wenn der den Defekt angrenzende Knorpel und Knochen nahezu unbeschadet sind, nicht mehr als zwei Knorpeldefekte in dem selben Gelenk bestehen und die dem Defekt gegenüberliegende Knorpelfläche intakt ist (keine „Kissing Leason"). Insbesondere sollte noch keine wesentliche Arthrose-Erkrankung bestehen. Symptomatische Knorpelschäden Grad drei bis vier sollten daher möglichst relativ frühzeitig operativ behandelt werden.

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Knorpelschäden behandeln

Operative Therapie von Knorpelschäden am Kniegelenk

Knorpelglättung

> Schmerzen lindern, Symptome reduzieren

Knorpelaufbau

> Wiederherstellung bei kleinen Defekten

Knorpeltransplantation

> Eigenes Knorpelgewebe für größere Defekte