Bei fortgeschrittener Arthrose hilft ein Gelenkersatz

Je nach Art der Erkrankung können zwei verschiedene Arten von Prothesen eingesetzt werden. Unsere Schulterspezialisten helfen Ihnen zügig weiter.

Prothesen am Schultergelenk

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Anatomische Prothese

Das Ziel der sogenannten anatomischen Schulterprothese ist die Rekonstruktion der ursprünglichen Anatomie bei Schonung der Sehnen der Rotatorenmanschette. Die Rotatorenmanschette muss für eine funktionsfähige Schulterprothese intakt sein.

Bei der Implantation der anatomischen Schulterprothese wird die Oberfläche des Oberarmkopfes durch eine Metallhalbkugel ersetzt, die entweder mit einem Schaft im Knochen verankert ist bzw. auch als schaftfreie Variante mithilfe einer speziellen Schraube fixiert werden kann.

Die Pfanne wird dabei durch ein Stück Polyethylen ersetzt, das in die ursprüngliche Pfanne einzementiert wird. Sollte die ursprüngliche Pfanne keinerlei Schäden aufweisen, so besteht auch die Möglichkeit einer sog. Hemiprothese, bei der nur der Kopf ersetzt wird. Laut aktuellen Studien liegt die Haltbarkeit der Prothesen nach 10 Jahren bei über 90 Prozent.

Anatomische Prothese bei Omarthrose
Anatomische Prothese bei Omarthrose
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Inverse Prothese

Die inverse oder reverse Schulterprothese stellt eine Sonderform des künstlichen Gelenkersatzes an der Schulter dar und basiert auf den Entwicklungen des französischen Chirurgen Paul Grammont. Dabei wird auf die Gelenkpfanne die neue Kunstgelenkkugel aufgesetzt. Dort wo der ursprüngliche Oberarmkopf war, wird die Kunstgelenkpfanne implantiert.

Dieser Wechsel der Komponenten führt zu einer besseren Formschlüssigkeit und zu einer vermehrten Stabilität. Durch die biomechanischen Veränderungen des Drehpunktes wird zudem die Vorspannung des Deltamuskels verbessert, so dass diese Prothese auch bei nicht mehr vorhandener Rotatorenmanschette durch den Deltamuskel (daher auch Delta-Prothese) bewegt werden kann.

Neben den Begriffen inverse Prothese bzw. Delta-Prothese findet man zu Ehren des Erfinders auch den Ausdruck Grammont-Prothese. Neben der Implantation bei Patienten mit nicht reparabler Rotatorenmanschette ist diese Form der Prothese auch als Revisionsprothese sehr gut geeignet. Auch bei komplexen Frakturen des Oberarmkopfes (sog. "head split") wird bei älteren Patienten diese Form der Prothese mit großem Erfolg eingesetzt.

Inverse Prothese bei nicht rekonstruierbarer Rotatorenmanschette
Inverse Prothese bei nicht rekonstruierbarer Rotatorenmanschette
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Spezialisierte Ärzte

PD Dr. Gunther Sandmann
PD Dr. med. Gunther Sandmann

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Dr. med. Tobias Fabian

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Arthrose am Schultergelenk

Anatomische Prothese:
> Rekonstruktion der ursprünglichen Anatomie
> Schonung der Sehnen der Rotatorenmanschette

Inverse Prothese (Delta-Prothese):
> Sonderform des künstlichen Gelenkersatzes
> bessere Formschlüssigkeit und vermehrte Stabilität
> Verbesserung der Vorspannung des Deltamuskels