Hüftgelenk Übersichtsseite - Sportklinik Ravensburg

Hüfte und Wirbelsäule leisten den wichtigsten Beitrag zur Stabilität unseres Körpers.

Fehlbildungen, Verletzungen und Verschleiß der Hüfte benötigen eine ärztliche Behandlung. Unsere Hüftspezialisten helfen Ihnen zügig weiter.

Hüftgelenk

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Anatomie

Das Hüftgelenk (auch bezeichnet als Articulatio coxae) ist das größte Gelenk des Körpers. Zusammen mit der Wirbelsäule leistet die Hüfte den wichtigsten Beitrag zur Stabilität unseres Körpers und ist unabdingbar für den aufrechten Stand und Gang. Das Hüftgelenk hat eine stabilisierende und zugleich auch eine bewegliche Funktion.

Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, das den Rumpf mit den Beinen verbindet. Es setzt sich aus der Hüftgelenkspfanne (Acetabulum) und dem darin gleitenden Hüftgelenkkopf (Caput femoris) zusammen. Die Hüftgelenkpfanne ist ein Bestandteil des Beckens, sie stellt dort eine Art halbkugelförmige Aussparung dar. Der Hüftgelenkkopf gehört zum Oberschenkelkopf. Er muss in der Gelenkpfanne sicheren Halt finden, um die Stabilität zu gewährleisten. Dafür ist es wichtig, dass der Gelenkkopf genau in die Hüftgelenkpfanne passt.

Da der Oberschenkelkopf im Verhältnis zur Gelenkpfanne größer ist, gibt es eine anatomische Gelenkpfannenvergrößerung, auch bekannt als Gelenklippe (Labrum). Diese sorgt für eine größere Auflagefläche und Kraftübertragung und liegt zwischen den Gleitflächen der Pfanne und dem Hüftkopf.

Zahlreiche Bänder und Muskeln sorgen ebenfalls für die Stabilisation des Hüftgelenks. Die stabilisierenden Bänder ziehen vom Hüftknochen zum Oberschenkel. Sie bilden das sogenannte Ringband, das den Hüftkopf in der Pfanne hält.

Die zahlreichen Muskeln, die im und um das Hüftgelenk verlaufen, ermöglichen die Beweglichkeit und geben dem Gelenk ebenfalls Stabilität.

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Beschwerden

Das Hüftgelenk besteht aus dem Oberschenkelkopf und dem Beckenknochen, die gelenkig miteinander verbunden sind.

Fehlbildung (Dysplasie), falsche Bewegungen oder einseitige Belastung können zu Schmerzen in der Hüfte führen. Ursachen für Schmerzen in der Hüfte können neben dem Hüftgelenk selbst auch die um das Gelenk  verlaufenden Muskeln, Nerven (z. B. der Ischiasnerv), Sehnen oder Weichteile sein.

Oftmals können Schmerzen auch aus anderen Bereichen des Körpers, wie besiepielsweise der Lendenwirbelsäule, in die Hüfte ausstrahlen. Hüftschmerzen können nach starker körperlicher Beanspruchung, aber auch unabhängig davon auftreten - im einen Fall als morgendliche Anlaufschmerzen, die sich im Laufe des Tages wieder abschwächen, im anderen Fall können sie aber auch dauerhaft sein.

Man unterscheidet hier zwischen plötzlich auftretenden (akuten) und chronischen Schmerzen, die bereits länger als drei Monate andauern.

Hüftdysplasie

Als Hüftdysplasie bezeichnet man eine angeborene oder erworbene Fehlbildung der Hüftgelenkpfanne. Der noch knorpelig-weiche Hüftkopf des Oberschenkels liegt bei einer Hüftdysplasie nicht mehr fest in der Hüftgelenkpfanne. Im schwersten Fall einer Hüftdysplasie, der Hüftluxation, rutscht der Kopf des Oberschenkelknochens aus der Gelenkpfanne.

Impingement "FAI"

Ein Hüftimpingement entsteht durch eine Formstörung der Knochen im Hüftgelenk in Folge eines Gelenkverschleißes. Es handelt sich dabei um ein Enge-Syndrom zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne. Durch die Störung schlagen die Knochen im Hüftgelenk schmerzhaft aneinander. Patienten mit Hüftblockaden spüren häufig tiefliegende Schmerzen in der Leistengegend.

Arthrose der Hüfte

Schmerzen im Hüftgelenk treten erst bei weit fortgeschrittener Hüftgelenksarthrose auf. Arthrose in der Hüfte entsteht meist in Folge von langdauernder Verspannungen. Da bei dieser Form der Erkrankung nur der Knorpel betroffen ist, der die Gelenkflächen umgibt, erfolgt die Anfangszeit zunächst schmerzfrei. Erst wenn die Arthrose so weit fortgeschritten ist, dass die Knochen und Hüftgelenke angegriffen werden treten Hüftgelenkschmerzen auf, die eine Operation erforderlich machen können.

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Behandlung

Unsere oberste Maxime ist die Erhaltung des Originalgelenks wann immer möglich und im Interesse des Patienten sinnvoll. Die Hüftspezialisten der Sportklinik Ravensburg setzen darum bei der Behandlung von Verletzungen und Erkrankungen des Hüftgelenks auf eine Kombination aus konservativen und operativen Therapieansätzen.

Konservative Therapie

Zu den konservativen (d.h. nicht operativen) Therapiemaßnahmen gehört ein breites Spektrum von Maßnahmen wie die Reposition oder Fixierung, im Säuglingsalter sorgen spezielle Windeln für eine Besserung.

Operative Therapie

Uns ist es wichtig, Gelenke nur dann zu operieren, wenn durch ausschließlich konservative Ansätze keine realistische Aussicht auf zufriedenstellende Besserung des Gesundheitszustandes besteht. Für diesen Fall steht Ihnen in der Sportklinik Ravensburg eine Reihe hochspezialisierter Hüftchirurgen von der Erstbegutachtung über die Operation bis hin zur Nachbetreuung zur Seite. Unsere überregional angesehenen Chirurgen sind Experten auf ihrem Gebiet und behandeln auch Sie auf dem aktuellsten Stand der medizinischen Forschung.

Sie haben Beschwerden im Bereich des Hüftgelenks? Vereinbaren Sie noch heute einen Termin!